Pressebericht in der Thurgauer Zeitung vom 18. Mai 2004

Segelsehnsucht und Handwerk

Kann einer Visionär sein, der Bootsbauer gelernt hat und in Auckland für Alinghi arbeitete? Dominik Schenk übt sich tapfer darin. Der 28-Jährige hat sich in einer risikoscheuen Zeit selbstständig gemacht.

Margrith Pfister-Kübler

Mammern - Die Kicks, die Dominik Schenk in seinem Leben bekommen hat, kommen aus allen Richtungen, wie der Wind. Noch ehe er richtig gehen konnte, hat er den Wind gespürt, weil die Oma bei der Badi in Mammern direkt am See ein Wochenendhäuschen hat. Von Uhwiesen zog es ihn immer an den See. Seine Visionen hatten immer mit Segeln und Bootsbau zu tun. Sie sind leicht zu erkennen, diese Typen. Ein Mangel zeichnet sie aus, ein Mangel an Pessimismus. Sie finden immer wieder zu ihren Booten zurück. Weil andere Berufe wenig Zeit für den Lieblingssport Regattieren lassen, hat Dominik Schenk sein Leitmotiv schnell gefunden: «Ich lernte Bootsbauer bei Wagner in Eschenz und bei Steinmayer in Männedorf.» Eine neunmonatige Ausbildung im traditionellen Schiffsholzbau an der Bootsbauerschule in Seattle USA und eine dreimonatige Ausbildung bei einem Segelmacher in San Diego waren weitere Stationen; ausserdem wollte er seine englischen Sprachkenntnisse verbessern: «In Seattle habe ich zusammen mit 30 Amerikanern und einem Deutschen gelernt, wie man vor 50 Jahren Schiffe baute. Gewohnt habe ich in einer lausigen Absteige; andere haben auf Schiffen gewohnt, um mit dem Geld auszukommen. Es war hart.» Zurückblickend würde er den Weg wieder wählen: «Es war eine super Sache.»

Mit dem Entscheid, eigenständiger Jungunternehmer zu werden, erfüllt sich Dominik Schenk einen grossen Traum. Bei seinen Anstellungen in verschiedenen Werften (Wäger, Luzern, und Steinmayer in Männedorf) faszinierte ihn mit gleicher Power der Neubau von Regattaschiffen bis zu schönen Holzrestaurationen.
Dann ritt der junge Mann auf der «Alinghi»-Welle mit. Als er nach einem Vorstellungsgespräch in Genf bei der Decision SA sich vom Werkstattchef alles erklären liess und mit seinen ausbaunötigen Französischkenntnissen die Anstellung bekam, ist er einem weiteren Traum näher gekommen. Beim Neubau von zwei Hightech-Yachten für Alinghi Challenge, Americas Cup, gabs pulsierende Lerneffekte. Beim Erzählen über den viermonatigen Einsatz für Unterhaltsarbeiten in Auckland (Neuseeland) für Alinghi Challenge wollte das Strahlen aus seinem Gesicht gar nicht mehr verschwinden. Der Boot-Captain hat jeweils mit der Mannschaft die Probleme besprochen, dann hat der Truppenchef die Arbeiten eingeteilt: «Das hat sich schnell gut eingespielt. 15 Nationen waren vertreten. Nur das Bestmögliche war okay. Segelsport auf diesem Niveau ist punkto Materialentwicklung und Crew auf höchstem Niveau. Die Mittel schienen unbegrenzt.» Er zögert kurz, denn alle sind der Geheimhaltung verpflichtet.
Heute managt er seinen eigenen Betrieb: Beratung, Restaurationen, Halbmodelle, Reparaturen. Die Platzverhältnisse in Mammern sind bereits zu eng, deshalb wird er bald in die alte Koch-Mühle nach Ermatingen umziehen. Dominik Schenk weiss, die Konkurrenz ist gross. «Die anderen sind sicher nicht darauf erpicht, dass es noch mehr Bootsbauer gibt. Aber ich will mich auf die Regattasegler konzentrieren. Etwas Wunderbares für mich sind auch Restaurationen von alten Booten. Ich durfte ein 45-jähriges Motorboot restaurieren, das sieht jetzt wieder wunderschön aus.»

Link zu diesem Bericht auf der Homepage der Thurgauer Zeitung

 

Pressebericht im Swissboat Yachting vom September 2003

Für Fragen rund ums Boot

Bootbauer Dominik Schenk aus Mammern am Untersee hat sich nach einer vielseitigen Ausbildung in allen Bereichen der nautischen Branche jetzt selbstständig gemacht. Der junge Unternehmer bietet am Untersee einen umfassenden Dienstleistungsservice rund ums Boot an. Reparaturen, Neubauten, Restaurationen, Servicearbeiten und Winterlager gehören zum vielfältigen Angebot von Schenk Bootbau in Mammern. Der junge Bootbauer hat in verschiedenen Herstellerwerften sein Handwerk von der Pieke auf gelernt und hat unter anderem auch beim Bau der beiden Alinghi America’s Cupper mitgewirkt. Entsprechend vielseitig ist seine Erfahrung im Bootsbau und ganz speziell im Bereich von Composit-Lösungen mit Kohlefaser oder anderen Kunstfaser-Verbindungen. Als Spezialität bietet Dominik Schenk überdies den individuellen Bau von Halbmodellen für jede Art von Booten ab Linienriss an.


Dominik Schenk Bootsbauer, 8265 Mammern
Tel: 079 466 05 44